Ein großer Teil der Wohnsiedlungen im Sanierungsgebiet verfügt über groß-zügige private Freiflächen. Diese sind in Teilen auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Mangel an wohnungsnahen öffentlichen Grünflächen kann somit zum Teil abgemildert werden. Dennoch sind viele der Freiflächen in die Jahre gekommen und bieten nur wenig zeitgemäße Angebote zum Aufenthalt, zu Erholung und Spielen. Häufig fehlen ausreichend und gut integrierte Fahrradabstellmöglichkeiten. Positiv ist der Bestand an zahlreichen erhaltenswerten Bäumen, die neben atmosphärischen Qualitäten einen großen Beitrag zur Ökologie und zum Bioklima leisten. Bereiche im östlichen Teil des Sanierungsgebietes sind weniger gut mit privaten Grünflächen ausgestattet. Hier dominieren versiegelte Flächen und Stellplätze. Die bioklimatische Situation ist daher ähnlich schlecht wie in innerstädtischen Bereichen. Dies gilt auch für Wohnanlagen entlang der großen Straßen. Hohe Lärmbelastung mindert hier die Aufenthaltsqualität und ist ein zusätzlicher Stressfaktor für die Bewohner*innen. Auch bezüglich Artenvielfalt besteht hier Verbesserungspotenzial.
Die Angebote in den Freiflächen wer-den so verbessert, dass sie für eine gemeinschaftliche Freiraumnutzung durch die jeweiligen Bewohner*- innen attraktiv werden, zum Beispiel Spielflächen, Sitzgelegenheiten, an-sprechende Gestaltung. Im Sinne der Umweltgerechtigkeit wird das Wohnumfeld gesünder, zum Beispiel Kühlung durch Entsiegelung, mehr (abwechslungsreiche) Begrünung oder (punktuelle) Lärmschutzmaßnahmen beziehungsweise Ruheinseln. Von den positiven klimatischen Effekten profitiert das gesamte Quartier, nicht nur die unmittelbare Bewohnerschaft. Die Barrierefreiheit wird verbessert und fehlende Infrastruktur wie Radabstell-anlagen ergänzt. Schließlich können Bepflanzungen und Nistmöglichkeiten auch vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. Durch entsprechende Pflanzenwahl und Regenwasserversickerung beziehungsweise -rückhaltung wird die Klimaresilienz verbessert.